Konstantin Grcic

1965

Konstantin Grcic wurde 1965 in München geboren. Nach seiner Ausbildung zum Möbelschreiner an der John Makepeace School (England) studierte er am Royal College of Art in London Design. 1991 machte er sich als Industrial Designer in München mit seiner – heute in Berlin ansässigen – Firma KGID selbständig. Noch im gleichen Jahr präsentierte er Möbelentwürfe für ClassiCon, sein Name ist eng mit der Firma verbunden. 2002 entstand das erste Werkbuch über seine Arbeit – Herausgeber war ClassiCon; außerdem widmete man ihm in Mailand eine Einzelausstellung. Seither entwickelt er Möbel, Leuchten und Industrieprodukte für renommierte wie zum Beispiel Hugo Boss, Rado oder die Galerie Kreo.

Viele seiner Produkte wurden mit internationalen Design-Preisen ausgezeichnet, so z. B. die Mayday-Leuchte mit dem Compasso d’Oro. Der Sessel Chaos von ClassiCon ist Teil der Sammlung des Musée des Arts Décoratifs (Paris). 2006 erschien im Phaidon Verlag das Buch „KGID Konstantin Grcic Industrial Design“. In jüngster Zeit kuratiert Grcic auch Ausstellungen und entwirft für Museen. So zeichnete er 2012 für das Ausstellungsdesign des Deutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig verantwortlich. Einzelausstellungen zu seinem Schaffen wurden im Museum Bojimans Van Beuningen (Rotterdam), Haus der Kunst (München 2006) und The Art Insitute Chicago (2009) präsentiert sowie zuletzt die Ausstellung „Panorama“ im Vitra Designmuseum (Weil am Rhein). In England wurde Grcic als Royal Designer for Industry ausgezeichnet. Design Miami Basel kürte ihn 2010 zum Designer of the Year. 2016 feierte ClassiCon die 25-jährige Zusammenarbeit mit der Herausgabe einer limitierten Black Edition, begleitet von einem Künstlerportfolio.

Erst eine langfristige Zusammenarbeit mit Herstellern führt zu enormer Qualität und wirklich radikalen, starken Produkten, weil man viel weiter ins Extrem gehen kann – um sich ernsthaft mit der Frage auseinander zu setzen, wie alltägliche und typische Dinge an unsere Zeit angepasst werden können, indem man sie auf neue Möglichkeiten der Produktion und Technologie überprüft.
 
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